Presse aus 2006

Pressearchiv 2006

Festlich und vergnügt - Geschenke für benachteiligte Jugendliche

Märkische Allgemeine Regionale Nachrichten 11.12.2006

von Norbert Stein | Verein baut Kinderbauernhof in Rhinsmühlen

RHINSMÜHLEN Mit vielen Geschenken ist der Weihnachtsmann bereits am Wochenende bei den Kindern des Jugendwohnheims Rhinsmühlen gewesen. Bei der Scheunenweihnacht des Horizont-Vereins verteilte er Präsente an sozial schwache und straffällig gewordene Jugendliche. Assistiert wurde Knecht Ruprecht im Schafstall auf dem Heimgelände von mehreren Engeln.

Festlich und vergnüglich ging es zu. Der Horizont-Verein hatte Betreuer, Kinder und Jugendliche aus seinen Einrichtungen und Projekten nach Rhinsmühlen eingeladen. Der Verein legt sein Hauptaugenmerk auf die gezielte Betreuung von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, von denen etliche auch schon mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.

Die alte Scheune in Rhinsmühlen gab mit ihrem ehrwürdigen Gemäuer und alten Balken ein schönes und gemütliches Flair her. An den mit Tannengrün geschmückten Tafeln saßen über 200 Kinder und Erwachsene. Mit dabei waren auch Reinhold Glatzel, der Leiter des Jugendamtes des Landkreises Havelland, sowie ein Staatsanwalt und Vertreter der Polizei. "Es ist das erste Mal, dass wir eine solche gemeinsame Weihnachtsfeier für alle durchführen", sagte Horizont-Vereinsvorsitzender Gert-Uwe Hoier in seiner Begrüßungsrede.

Nach seinen Ausführungen ging es ans festliche Menü mit Grillwurst, gebackenem Schwein und anderen Leckereien. Bis zum Eintreffen des Weihnachtsmannes mit seinen Engeln fand Horizont-Geschäftsführer Torsten Ulrich am offenen Feuer vor der Scheune Zeit, um etwas über das Rhinsmühler Vorhaben zu plaudern. Im Jugendwohnheim Rhinsmühlen werden derzeit acht Jugendliche betreut. Weitere ehrgeizige Projekte hat der Verein in Angriff genommen. Mit Hilfe von Stiftungsgeldern erwarb Horizont ein ehemals landwirtschaftlich genutztes Grundstück neben dem Heim. Mit Fördergeldern aus dem Leader-Plus-Programm wird dieses Grundstück mit alten Ställen und einer alten Scheune zu einem Kinder- und Jugendbauernhof hergerichtet. "Dort sollen in und um die alte Scheune einmal europäische Haustierrassen gehalten werden", berichtete Ulrich.

Zur Zeit wird das Dach der alten Scheune erneuert. Sie wurde einst als Schafstall genutzt. Zwei alte Gebäude auf dem Grundstück werden ebenfalls umgebaut. Hier sollen einmal Jugendliche im betreuten Wohnen ein Zuhause haben. Die Bauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Viele Arbeiten werden von Jugendlichen erledigt, die gerichtlich zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet wurden.

Horizont will die Entwicklung der Jugendlichen fördern. Sie sollen ihre soziale und berufliche Reintegration schaffen und künftig ein selbstbestimmtes Leben führen. So kümmert sich Horizont auch überwiegend um Jugendliche, die bereits massive strafrechtliche Auffälligkeiten zeigen oder sich in belastenden und benachteiligten Lebenssituationen befinden. Mit verschiedenen Projekten will der Verein der Kriminalisierung straffälliger Jugendlichen entgegenwirken und ihnen die Chance zur Integration geben.

Hilfe für straffällige Jugendliche

Brandenburger Wochenblatt, 27. August 2006

Horizont e.V. offeriert ambulante und stationäre Angebote

Nauen (uk). Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe offeriert der gemeinnützige Verein „Horizont e.V.“ in den Landkreisen Havelland und Oberhavel ambulante und stationäre Hilfen für Jugendliche und Heranwachsende nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG). Örtliche Beratungsstellen des 1991 gegründeten Vereins existieren im Havelland in Nauen sowie in Rathenow. „Wir unterstützen straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren, die eine richterliche Weisung oder Auflage vom Staatsanwalt erhalten haben“, beschreibt Torsten Ullrich, Geschäftsführer des Horizont e.V. Nauen, ein Tätigkeitsfeld des Vereins. Die Zuweisung der Jugendlichen an den Verein erfolgt über die Jugendgerichtshilfe des Landkreises Havelland. „Zu den ambulanten Maßnahmen in unseren Beratungsstellen zählen die Vermittlung gemeinnütziger Arbeit, Täter - Opfer - Ausgleich und die Durchführung sozialer Trainingskurse und Verkehrsunterrichtskurse“. Des Weiteren betreuen die Sozialpädagogen des Vereins Jugendliche in der JVA oder helfen ihnen auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft nach der Haftentlassung. „Die Jugendlichen und Heranwachsenden, die wir in unserer Nauener Beratungsstelle ambulant betreuen, kommen ausschließlich aus dem Havelland, u.a. aus Nauen, Friesack, Brieselang oder Falkensee“, informiert Torsten Ullrich. Im Jahr sind es ca. 500 im Alter von 14 bis 19 Jahren. Doch der Horizont e.V. betreut straffällig gewordene Jugendliche auch stationär. 1993 wurde in Nauen das Jugendhaus am Weinberg eröffnet. In dieser Einrichtung leben zur Zeit 13 junge Männer, die intensive Betreuung bei der Bewältigung schwieriger Probleme benötigen. „Sie sind in der Regel 15 bis 18 Jahre alt und durch Mehrfachstraftaten aufgefallen. Weil sie oft zuhause Schwierigkeiten haben, hat das Jugendamt entschieden, sie aus ihrem sozialen Umfeld herauszunehmen“, so Torsten Ullrich. Deshalb kämen die dort lebenden Jugendlichen aus dem gesamten Land Brandenburg. Im Durchschnitt bleiben sie ein bis zwei Jahre in der Einrichtung. „Wir kümmern uns darum, dass sie eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren, z.B. beim Jugendaufbauwerk“, erklärt Torsten Ullrich. Je nach Weisung des Richters bzw. Auflage des Staatsanwaltes hätten sie daneben gemeinnützige Arbeit zu leisten oder müssten an einem sozialen Trainingskurs teilnehmen. „Unsere Mitarbeiter vor Ort sind jederzeit Ansprechpartner bei schwierigen Lebenslagen oder bei Problemen im Zusammenhang mit den Strafverfahren“. Ziel des Projektes sei es, den Jugendlichen neue Perspektiven im Leben zu eröffnen, ihnen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern und damit zu verhindern helfen, dass sie erneut straffällig werden. „Deshalb muss ein Jugendlicher, der zu uns kommt, nicht unbedingt eine schwere Straftat begangen haben“, klärt Torsten Ullrich auf. Mehrheitlich seien es Eigentumsdelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, derer sich die Jugendlichen schuldig gemacht hätten.

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